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Selbstständig mit dem Herzensbusiness: Erst Standpunkt, dann Positionierung.

Warum ein stimmiges Profil nicht mit Logo, Website oder Instagram beginnt.

Du möchtest Dich selbstständig machen. Vielleicht weißt Du sogar schon ziemlich genau, womit.

Vielleicht möchtest Du coachen (wie ich), Menschen zu gesünderer Ernährung begleiten, nachhaltige Produkte entwickeln, Yoga unterrichten, fotografieren, gestalten, Dein Wissen in Workshops und Trainigs weitergeben, oder …
 
Es ist also durchaus klar, Was Du anbieten möchtest. Und trotzdem beantwortet es noch nicht die Frage, wie daraus Dein Business wird. Coaching gibt es bereits, Yogastudios auch. Ebenso FotografInnen, ErnährungsberaterInnen, DesignerInnen und viele Menschen mit nachhaltigen Produkt- und anderen Ideen.
 
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur: Was biete ich an?
 
Sondern: Warum genau dieses? Und wofür möchte ich damit stehen?

Das ist jetzt keine philosophische Zusatzrunde, sondern genau dieses „Warum“ beinhaltet wofür Du stehst, und beeinflusst ziemlich konkrete Entscheidungen:

  • Für und mit welchen Menschen möchtest Du arbeiten?
  • Was soll Deine Arbeit (bei Ihnen) bewirken?
  • Wie möchtest Du arbeiten – und wie ausdrücklich nicht?
  • Welche Angebote passen dazu?
  • Woran sollen Menschen erkennen, dass sie bei Dir richtig sind?

Je klarer Du darüber bist, desto stimmiger, belastbarer und einzigartiger wird Dein Profil.

Vom Was zum Warum. Und dann noch einen Schritt weiter.

Die Frage nach dem Warum ist nicht neu. Simon Sinek hat sie mit seinem Golden Circle sehr eingängig auf den Punkt gebracht: Statt beim „What“ zu beginnen, rückt er das „Why“ ins Zentrum – also das, was uns antreibt und wofür wir tun, was wir tun. Besonders beim Aufbau eines eigenen Business ist dieser Perspektivwechsel hilfreich, denn die erste Idee beschreibt häufig zunächst das „Was“:

  • „Ich möchte als Coach arbeiten.“
  • „Ich möchte ein nachhaltiges Produkt entwickeln.“
  • „Ich möchte mich mit meiner Fotografie selbstständig machen.“

Warum gerade das für Dich wichtig ist und was Du damit bewirken möchtest, bleibt unbekannt. Und selbst erste Antworten auf das Warum bleiben oft noch an der Oberfläche:

  • „Ich möchte Menschen helfen.“
  • „Ich möchte etwas Sinnvolles machen.“
  • „Ich möchte meine Werte leben.“
  • „Ich möchte endlich selbstbestimmt arbeiten.“

Das sind wirklich sehr gute Gründe, sich selbstständig zu machen. Die Aussagen erklären gut, warum Du Dich verändern möchtest. Sie erklären anderen jedoch nicht, wofür Deine Geschäftsidee steht. Erst wenn aus dem Warum ein wirklich geklärtes „Wofür“ wird, bist Du einen großen Schritt weiter:

  • „Warum möchtest Du gerade diese Menschen unterstützen?“
  • „Was bedeutet „sinnvoll“ für Dich konkret?“
  • „Welche Deiner Werte sollen sich tatsächlich in Deiner Arbeit zeigen?“
  • „Was möchtest Du durch Deine Arbeit verändern oder ermöglichen?“
  • „Welche Erfahrungen und Überzeugungen haben dazu geführt, dass Dir genau das wichtig ist?“

In meinem Beitrag „Warum der eigene Standpunkt im Business keine Nebensache ist“ habe ich diesen Unterschied ausführlicher beschrieben: warum ein formuliertes Warum noch nicht automatisch trägt – und was sich verändert, wenn daraus ein klarer Bezugspunkt für Angebot, Entscheidungen und Kommunikation wird. 

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Gerade im Herzensbusiness wird es schnell ziemlich voll

Ausgerechnet in den Bereichen, in denen wir häufig aus einer starken persönlichen Motivation heraus gründen, ist der Wettbewerb meist groß. Dazu zählen zum Beispiel Coaching und Beratung, Yoga, Achtsamkeit und Entspannung, Ernährung und Fitness, Fotografie und Desgin, Kreative Angebote und Workshops, Nachhaltige Produkte, Weiterbildung und Training, …

Das sollte Dich allerdings nicht davon abhalten, Dein Business in diesen Bereichen aufzubauen, wenn Du es wirklich willst. Es macht jedoch eines wirklich wichtig: Klarheit.

Denn wenn viele ähnliche Leistungen anbieten, klingt irgendwann alles gleich. Attribute wie individuell, ganzheitlich, persönlich, nachhaltig, authentisch, mit Herz schwirren in großer Zahl durch die Gegend. Das mag auch alles stimmen. Bloß hilft es anderen kaum dabei zu verstehen, warum sie gerade bei Dir richtig sein könnten.

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Du musst nicht einzigartig sein. Aber erkennbar.

An diesem Punkt beginnt häufig die Suche nach dem berühmten Alleinstellungsmerkmal, dem USP. Was kann ich anbieten, das sonst niemand anbietet? Was ist neu? Was noch nicht besetzt? Ich halte diese Suche inzwischen für deutlich überschätzt. Denn vermutlich wirst Du das Coaching – wie ich auch – nicht neu erfinden. Auch nicht die Ernährungsberatung, die Fotografie, Yoga oder nachhaltiges Design.

Das Gute daran ist: Das musst Du auch gar nicht.

Erkennbarkeit entsteht nicht nur dadurch, was Du anbietest. Sie entsteht vielmehr dadurch, Warum und Wofür Du es tust: Aus welcher Haltung heraus. Welchen Blick Du auf ein Thema hast. Was Dir wichtig ist. Was Du besonders gut kannst. Wie Du arbeitest. Und auch was Du ganz bewusst nicht machst.

Ein klares Profil muss nicht laut schreien „Das gibt es nur bei mit“. Es sollte allerdings deutlich machen „Dafür stehe ich. So mache ich das. Und dafür bin ich die Richtige oder Richtige.“

Wichtig dabei ist, dass es wirklich zu Dir passt, statt „nur“ gut zu klingen. Menschen merken nämlich schnell, wenn etwas künstlich konstruiert wirkt. Wenn eine Positionierung zwar strategisch schlüssig aussieht, aber nicht zu der Person passt, die dahintersteht. 

Und auch Du selbst merkst es ebenfalls recht schnell. Dann wird die eigene Kommunikation anstrengend. Du musst Dich immer wieder ein eine Rolle hinein bewegen, die nicht Deine eigene ist. Angebote fühlen sich falsch an. Sichtbarkeit kostet unverhältnismäßig viel Kraft. All das lässt sich auf Dauer nur schwer durchhalten.

Gerne vergleiche ich den Aufbau eines eigenen Business oder auch einer Marke mit einem Baum. Gesundes Wachstum entsteht nicht dadurch, dass man möglichst schnell möglichst viele Äste hat. Es braucht zuerst etwas das trägt: Wurzeln, einen stabilen Stamm und dann ein gesundes Wachstum.

Der Standpunkt ist vergleichbar mit den Wurzeln. Je klarer Du weißt, wofür Du stehst, desto natürlicher entsteht Dein Profil. Und Dein Business kann wachsen – mit Dir, mit Deinen Erfahrungen und Deinem Markt. Nicht beliebig, sondern beweglich und hoffentlich gesund.

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Du hast eine Idee für Dein Herzensbusiness?

Wenn Du gerade an diesem Punkt stehst – mit einer Idee für Dein eigenes Business – können wir gemeinsam sortieren was wirklich zu Dir gehört und was daraus entstehen kann.

>> Melde Dich gern für ein unverbindliches Kennenlerngespräch.

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